Versammlungen
Sitzung des Ältestenrat
21.09.2026 | 18:00 Uhr | Brüdersakristei
Schwesternkreis
24.09.2026 | 15:00 Uhr | Neuwied, Pfarrbüro
Apfelernte Segendorf /14:00 Pressen
26.09.2026 | 09:30 Uhr
auf den Wiesen in Segendorf
Konfi-Samstag in der Heddesdorfer Kirchgemeinde
26.09.2026 | 09:30 Uhr
Kinderkreis
26.09.2026 | 17:00 Uhr | Jugendräume
Jung-+ Jugendbläser beim Bläserlehrgang in Vallendar
02.10.2026 – 05.10.2026
Offener Abend im Brüderstübchen
02.10.2026 | 19:00 Uhr | Jugendräume
Tagung des Konziliaren Prozess (in Seevetal)
22.10.2026 – 25.10.2026
Schwesternkreis
22.10.2026 | 15:00 Uhr | Neuwied, Pfarrbüro
Treffpunkt Jugend
23.10.2026 | 17:00 Uhr | Jugendräume
für alle ab 12 Jahren
Konfi-Samstag in der Heddesdorfer Kirchgemeinde
24.10.2026 | 09:30 Uhr
Kinderkreis
24.10.2026 | 15:30 Uhr | Jugendräume
Schaukasten

Stellungnahme des Vorstands der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF)
anlässlich der Landtagswahlen im Herbst 2026
Anlässlich der Landtagswahlen im Herbst 2026 erinnert der Vorstand der Vereinigung
Evangelischer Freikirchen (VEF) an die Verantwortung, die sich aus unserem christlichen
Glauben für das gesellschaftliche Zusammenleben ergibt.
Mit Sorge beobachten wir eine zunehmende Verrohung der Sprache in Gesellschaft und
Politik, pauschale Abwertungen von Migrantinnen und Migranten sowie Versuche,
historische Tatsachen zu relativieren oder zu verharmlosen. Mit Besorgnis nehmen wir
wahr, dass aus Teilen des politischen Spektrums Positionen vertreten und Äußerungen
getätigt werden, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religion abwerten und
demokratische sowie rechtsstaatliche Grundprinzipien infrage stellen.
Als Christinnen und Christen sind wir davon überzeugt, dass jeder Mensch als Geschöpf
Gottes eine unveräußerliche Würde besitzt – unabhängig von seiner Herkunft, Religion,
politischen Überzeugung oder seinem sozialen Status. Deshalb setzen wir uns für die
unantastbare Würde jedes Menschen sowie für Freiheit, Demokratie,
Rechtsstaatlichkeit, Religionsfreiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Wir
treten für eine Gesellschaft ein, in der Menschen in ihrer Verschiedenheit friedlich
zusammenleben können. Die Vielfalt unserer Gesellschaft sehen wir nicht als
Bedrohung, sondern als Realität.
Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und das unsagbare Leid
seiner Opfer darf niemals verdrängt oder relativiert werden. Die Erinnerung an diese
Geschichte ist eine bleibende Verantwortung für unser Land. Sie verpflichtet uns,
wachsam gegenüber jeder Form von Antisemitismus, Rassismus, Menschenfeindlichkeit
und politischem Extremismus zu sein und Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu
übernehmen.
Unsere Gesellschaft ist von Zuwanderung geprägt. Das erleben wir in unseren Kirchen
und Gemeinden seit Jahrzehnten als Bereicherung, wie wir bereits in unserer
Stellungnahme „Gottes Liebe gilt jedem Menschen“ (2024) deutlich gemacht haben.
Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen gehören
selbstverständlich zu unserer Gesellschaft und unseren Nachbarschaften. Deshalb
widersprechen wir politischen und gesellschaftlichen Narrativen, die Menschen
aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Zugehörigkeit pauschal für gesellschaftliche
Probleme verantwortlich machen.
Auch die Sprache, die wir in politischen Auseinandersetzungen verwenden, trägt
Verantwortung. Wir nehmen wahr, dass Worte immer häufiger dazu benutzt werden,
Menschen herabzusetzen, auszugrenzen oder ihnen die Zugehörigkeit zur Gesellschaft
abzusprechen. Unser christlicher Glaube verpflichtet uns zu einem anderen Umgang
miteinander. Wir wollen eine von Respekt und Nächstenliebe geprägte Sprache. Wo
Kritik notwendig und berechtigt ist, soll sie klar und entschieden sein, jedoch ohne
Abwertung, Verächtlichmachung oder Entmenschlichung anderer.
Uns ist wichtig, dass wir in unserer Gesellschaft im Gespräch bleiben. Wir nehmen die
Ängste und Sorgen, die Menschen angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen
empfinden, ernst. Sie verdienen Gehör und politische Antworten. Kritik an staatlichem
Handeln muss möglich sein. Eine demokratische Gesellschaft muss auch über Migration
und Integration offen und kontrovers diskutieren können.
Eine Grenze ist jedoch erreicht, wenn Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder
Zugehörigkeit abgewertet oder entmenschlicht werden, wenn die gleiche Würde und die
gleichen Rechte aller Menschen infrage gestellt werden oder wenn demokratische und
rechtsstaatliche Grundprinzipien angegriffen werden. Gegen populistische Parteien und
ihre Positionen, die spalten wollen, grenzen wir uns klar ab. Gegenüber allen
Wählerinnen und Wählern muss die Tür für Gespräche offen bleiben.
Unsere Hoffnung gründet in Jesus Christus, dem Auferstandenen. Seine Liebe befähigt
uns zur Nächstenliebe, ruft uns zu gerechtem Handeln auf und ermutigt uns,
Verantwortung für unsere Mitmenschen und unsere Gesellschaft zu übernehmen. Diese
Hoffnung wollen wir besonders dort zum Ausdruck bringen, wo Debatten von Angst
geprägt sind.
„In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ (Die Bibel,
Johannes 16,33)
Der Vorstand der VEF am 04. September 2026

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pastor Jens Haverland
Ludolfusstraße 2-4
60487 Frankfurt am Main
Mobil.: +49 176 23967541
E-Mail: presse@ack-oec.de
Web: www.oekumene-ack.de
Die christlichen Kirchen in Deutschland setzen gemeinsam ein Zeichen der Zuversicht
„Für eine Gesellschaft, die zusammenhält“
Zum Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt äußern sich die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, sowie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Reverend Christopher Easthill, wie folgt:
„Wir nehmen zur Kenntnis, dass die AfD in Sachsen-Anhalt mit deutlichem Abstand die stärkste Partei wurde. Schlimme Befürchtungen sind wahrgeworden, aber das Ergebnis ist zu akzeptieren. Die Sorge der Kirchen gilt dabei vor allem dem Zusammenleben und Miteinander der Menschen in Sachsen-Anhalt, sowie insbesondere der Achtung der von Gott gegebenen Menschenwürde, die bedingungslos jedem zusteht. Sie gilt aber auch der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in Sachsen-Anhalt. Wir fordern die Wahlsieger auf, die Landesverfassung sowie das Grundgesetz uneingeschränkt zu achten und die Würde aller Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Lebensweise, Leistung oder Position zu wahren.
Als Kirchen sind wir der Botschaft des Evangeliums und dem christlichen Menschenbild verpflichtet. Aus dieser Verpflichtung heraus werden wir das politische Handeln der künftigen Landesregierung genau beobachten und kritisch begleiten. Wir werden nicht wegsehen und wir werden nicht schweigen, wenn die Würde des Menschen verletzt, unsere Demokratie aufs Spiel gesetzt oder der Rechtsstaat ausgehöhlt wird. Denn immer geht es um Menschen, die unter Druck geraten, bedroht oder ausgegrenzt werden. Wir werden auch weiterhin alles, was unsere Demokratie trägt, unterstützen und zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen. Dafür bedarf es vor allem auch Orten des Zusammenseins, des Dialogs und der Verständigung. Hier haben die demokratischen Parteien einen Auftrag. Auch die Kirchen können wichtige Begegnungsorte sein.
Ein Wahlergebnis zählt die Stimmen eines Wahlsonntags - im Alltag zählt darüber hinaus, was dieses Land Woche für Woche zusammenhält. Das Wahlergebnis zeigt, wie groß die Unzufriedenheit und der Vertrauensverlust sind. Das ist ernst zu nehmen. Unverändert bleibt aber, wie viele hunderttausende Menschen sich in Sachsen-Anhalt und bundesweit Tag für Tag umeinander kümmern, Verantwortung übernehmen und unser Gemeinwesen tragen. Ihre Zuversicht, ihre Hilfsbereitschaft und ihren Einsatz wollen wir weiter sichtbar halten und stärken. Zusammen werden wir weiter arbeiten für eine Gesellschaft, die zusammenhält – in Verantwortung vor Gott und den Menschen.“
Diese Pressemeldung wird von den Pressestellen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zeitgleich versandt. Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen
Die Losung des Tages
Donnerstag, 17. September 2026
Führe mich aus dem Kerker, dass ich preise deinen Namen. Psalm 142,8
Petrus wurde im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott. Apostelgeschichte 12,5

